Online Shops AGB: Worauf sollten Kunden im Kleingedruckten achten?

Viele Händler und Verkäufer im Internet sind ehrlich und auch fair. Dennoch gibt es manchmal ein paar Ausreißer nach unten in Bezug auf Qualität und Zuverlässigkeit. Wenn ein paar Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden und man zusätzlich genau hinsieht, dann kann man die meisten davon schon rechtzeitig erkennen.

Die AGBs sollten Respekt vor dem Kunden zeigen

Mit den Online Shops AGBs ist es manchmal wie mit der Speisekarte eines Restaurants. Schon auf den ersten Blick können beide einen entweder gepflegten oder auch einen ungepflegten Eindruck machen. Wenn Sie also sowohl den Betreiber bzw. Inhaber der Internet-Seite erkennen können und er ausführlich auf Ihre umfangreichen Rechte zum Rücktritt vom Vertrag (Rechte gemäß Fernabsatzgesetz) bzw. den kostenlosen Umtausch hinweist, dann sehen Sie schon die Grundeinstellung gegenüber Recht und Kunden. Im Sinne der eigenen Datensicherheit sollten Sie auch von Einkäufen bei Unternehmen Abstand nehmen, die zu viel von Ihnen wissen wollen. Wenn Sie also per Vorkasse oder Kreditkarte bezahlen, dann brauchen Sie weder Ihren Beruf noch Ihr Einkommen noch ein Geburtsdatum angeben. Wichtig ist auch, dass Sie die AGBs und die Adresse des Anbieters (beispielsweise im Impressum) schon vor einem Vertragsschluß Ihrerseits ansehen können. Hier ist Transparenz Trumpf, denn Sie wollen ja wissen, bei welchem Unternehmen Sie bestellen. Zusätzlich sollten Sie insbesondere bei Software oder Elektronik-Einkäufen darauf achten, dass Ihnen keine Abo-Fallen untergeschoben werden. Für alle Waren gelten ja die gesetzlichen Gewährleistungsfristen. Wer Ihnen also eine Zusatzgarantie gleich für die ersten Monate verkaufen will, der handelt unseriös.

Bankkonto und Kreditkartenakzeptanz sind gute Zeichen

In den Onlineshop AGBs oder den dazugehörenden Bestimmungen werden oftmals auch die Zahlungsmöglichkeiten geregelt. Die meisten betrügerischen Internet-Händler offenbaren sich schon beinahe selbst, wenn sie nur eine Zahlungsmöglichkeit mit einem Bargeldtransfer in ferne Länder anbieten. Deshalb ist die Zahlungsmöglichkeit per Banküberweisung auf ein Bankkonto ein gutes Zeichen. Die Bank hat für den Firmeninhaber ein Bankkonto eröffnet, es handelt sich also um eine tatsächlich existierende Person. Noch besser sind zusätzliche Möglichkeiten der Kreditkartenzahlung. Hier hat sich zusätzlich ein Kreditkartenunternehmen von der Seriösität überzeugt. Da manche Kreditkarten eine Art Betrugsversicherung bzw. Internet-Schutz haben liegt es also im eigenen Interesse, nur seriöse Vertragspartner zu haben. Wer also die Augen beim Kauf im Internet aufmacht und keine Bargeldtransfers in ferne Länder vornimmt, der ist schon mehr auf der sicheren Seite.

Für Rücksendungen sollte eine Adresse in Deutschland angegeben sein

Im ersten Kapitel haben wir schon einen gewissen Respekt vor dem Kunden und der Rechtslage angesprochen. Umso wichtiger ist es, dass es keine großen Hemmschwellen oder Kostenfallen für die Rücksendung der Ware geben sollte. Eine Adresse in Deutschland sollte für die Annahme von Rücksendungen eine Selbstverständlichkeit sein. Insbesondere bei relativ preiswerten Waren ist die Rücksendung nach Europa mit einem versicherten Paket fast so teuer wie die Ware selbst. Noch positiver ist eine Kontaktmöglichkeit oder eine Ausdruckmöglichkeit für ein kostenloses „Retour“-Paket zu werten. Hier steht Kundenfreundlichkeit an erster Stelle und es ist ein weiteres Zeichen für die Seriösität.

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